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Pure Freiheit – Digitale Nomaden quer durch die Welt

Auswandern hat die unterschiedlichsten Gründe. Für viele steht der steuerliche Anreiz im Vordergrund. Warum so hohe Steuern bezahlen, wenn es in anderen Ländern wesentlich günstiger ist. Andere sehen im Auswandern eine bessere berufliche Perspektive, vielleicht sogar mehr Geld am Ende im Portemonnaie. 

Wieder andere versuchen es mit der puren Freiheit und haben kein festes Ziel. Sie bewegen sich durch die Welt, bleiben hier und da einige Monate und erkunden so den Traum vom Auswandern. Häufig sind es Freelancer, die überall auf der Welt mit einem Notebook arbeiten können. Sprich digitale Nomaden. Die Firma und das Konto werden dann zu Beispiel in Estland angemeldet. Das Land bietet die e-Residency, sprich eine virtuelle Bürgerschaft in Estland, um so weltweit Geschäfte einfach abwickeln zu können. 

 

Nur mit dem Rad und Notebook

Sie werden immer jünger. Schon nach dem Studium geht es los. Die Digitalen Nomaden zieht es quer durch die Welt. Nicht nur die Welt soll erkundet werden, auch das Auswandern wird erprobt. Welches Land es werden soll, steht noch nicht fest. Doch das Reisen quer durch über den Globus kann irgendwann zu einer Entscheidung führen. Wer dabei vollkommen unabhängig sein möchte, setzt auf das Bikepacking. Nicht nur für Digitale Nomaden beliebt, sondern auch bei Reisenden. Doch was ist Bikepacking? 

Hierbei geht es darum, abseits der gut ausgebauten Wege und Strecken, fremde Länder mit dem puren Gefühl der Freiheit zu erkunden. Bikepacking gibt es schon seit über 100 Jahren, konnte sich aber erst durch die offenen Grenzen und den modernen Rädern durchsetzen. Denn bei dieser Art des Reisens wird das Fahrrad zum wichtigsten Gegenstand. Mit leichten Satteltaschen, die hinten, vorne und an den Seiten montiert werden, kann das nötigste mitgenommen werden. So findet auch das Notebook zum Arbeiten einfach Platz. 

Digitale Nomaden, die sich mit dem Auswandern erproben, sind durch das Bikepacking vollkommen unabhängig und können Länder so auch abseits der Touristenstrecken erkunden. Gleichzeitig lassen sich die Kosten gering halten. Übernachtet wird mal in der Pension, mal im Zelt. Alles Notwendige ist ja bereits dabei.

 

Digitaler Nomade – Was ich beachtet sollte

Ein Digitaler Nomade ist ein Freelancer, der mit seiner Arbeit am Notebook, seine Reise, sein Auswandern, sein Leben in der Welt finanziert. Der rechtliche Grundrahmen muss dafür aber geschaffen sein. Im Klartext bedeutet das, der Auftraggeber wünscht eine ordentliche Rechnung. Eine Gewerbeanmeldung in Deutschland macht dabei wenig Sinn. Länder wie Estland bieten daher die e-Residency mit Firmengründung vor Ort an. Ähnliches findet sich auch in anderen Ländern. 

Natürlich sollte auch im Vorfeld die Krankenkasse geprüft werden. Manche Kassen in Deutschland ermöglichen einen Auslandsaufenthalt bis zu einem Jahr. Ganz wichtig, eigentlich der wichtigste Punkt, ist das Internet. Wer als Digitaler Nomade tätig ist, benötigt überall auf der Welt einen Internetzugang. Das kann manchmal zu einem echten Problem werden, da es in jedem Land andere Abwicklungen und Zugänge gibt. Ohne Vorbereitung geht es dann meistens nicht.

Am Ende locken aber die Aussicht am Abend und die pure Freiheit in einem fernen Land und die vollkommene Unabhängigkeit. Schon am nächsten Tag geht es weiter und vielleicht findet sich so das passende Land zum Auswandern, das einen nicht nur fesselt, sondern auch am Herzen berührt.