Das Gesundheitssystem in Argentinien

Das Gesundheitssystem in Argentinien - wichtig für Einwanderer

 

Das öffentliche Gesundheitssystem - zugänglich für Eingewanderte?

Das öffentliche Gesundheitssystem ist in Argentinien für alle Menschen kostenfrei. Krankenhäuser mit ihren Notaufnahmen sowie die dazugehörigen Ambulanzen und Gesundheitsstationen in abgelegenen Gebieten stellen das Gesundheitssystem Argentiniens dar. Letztere Einrichtungen sollen die Versorgung der ärmeren Bevölkerung sicherstellen. Die Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitssystems sind im Hinblick auf Apparatemedizin, Krankenhauseinrichtungen, Komfort (Schlange stehen, lange Wartezeiten) usw. im Vergleich zu Europa als sehr bescheiden zu bezeichnen. Eigentlich greifen nur Personen auf dieses System zurück, die sich keine private Krankenversicherung leisten können.

 

Das private Gesundheitssystem - wohl besser für Einwanderer!

Wer es sich leisten kann, wird Mitglied bei einer privaten Krankenversicherung oder bei einem bestimmten Hospital oder Verbund von Krankenhäusern. Hier werden monatliche Beträge erhoben (medicina prepaga).
Man kann so ein individuelles Leistungspaket je nach persönlicher Lebenssituation zusammenbauen. Sehr häufig muss man bei jedem Arztbesuch gleich per Barzahlung in Vorkasse treten und sich Rechnungen geben lassen, die man später bei seiner Krankenversicherung (mutual) einreicht. Ein einfacher Arztbesuch (consulta médica) kostet ca. 10-30 Euro. Auch bei Medikamenten gibt es verschiedene Zuzahlungssysteme. Fast alle Medikamente sind rezeptfrei bei Barkauf in jeder Apotheke zu kaufen. Bei Barzahlung gibt es z.T. bis zu 20% Rabatt und es gibt häufig „Preisaktionen“ bei bestimmten Medikamenten. Leider werden sogar Medikamente gefälscht und in den Umlauf gebracht! Die medizinische Versorgung ist letztendlich lediglich eine Frage des Geldbeutels.

Die Krankenversorgung ist erstklassig in den besten privaten Krankenhäusern der Städte und die Ärzte sind gut ausgebildet. Kosmetische Operationen wie Nasenkorrekturen, Fettabsaugen und Augenlasern sind alltäglich und viel billiger als in Europa zu machen.

Die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten fehlt dagegen teilweise gänzlich. Daher sind bei Reisen in die Provinz notwendige Medikamente in Form einer Reiseapotheke in ausreichender Menge mitzuführen.

Für einen temporären Aufenthalt oder bei Daueraufenthalt sollte man solange wie möglich eine Krankenversicherung in Europa abschliessen. Die Ausgaben für ärztliche Behandlung und Medikamente legt man ersteinmal aus und lässt sich alles quittieren, um sich diese dann von seiner Krankenversicherung erstatten zu lassen.

Rechtzeitig sollte man sich um die Auffrischung seines Impfschutzes kümmern. Für die Einreise nach Argentinien sind zwar keine Impfnachweise notwendig, jedoch ist es ratsam, ausreichenden Impfschutz für Polio, Tetanus, Hepatitis etc zu haben.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Im Dreiländerdreieck Argentinien/Paraguay/Brasilien, mit den angrenzenden argentinischen Provinzen Missiones und Corrientes ist ein Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen, da an der angrenzenden Westgrenze Brasiliens (Rio Grande do Sul) das Gelbfiebervirus in Affen nachgewiesen wurde. Nachdem Gelbfiebermücken das Virus von den Affen auf den Menschen übertragen können, besteht für die Bevölkerung der betroffenen Regionen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die örtlichen Gesundheitsbehörden haben aus diesem Grund eine Impfaktion in der Bevölkerung der betroffenen Regionen durchgeführt.

Reisenden, die explizit diese Gebiete besuchen (insbesondere grenzüberschreitenden Besucher der Iguazu-Nationalparks), ist ebenfalls ein Gelbfieber-Impfschutz empfohlen. Argentinien gehört bislang nicht zu den klassischen Gelbfieberländern, so daß ein Gelbfieberschutz für die anderen Landesteile nicht erforderlich ist.

Malariarisiko ist gering und besteht nur in den ländlichen Gebieten entlang der Grenze zu Bolivien (in der Selva der Provinzen Jujuy und Salta) und entlang der Grenze zu Paraguay (in der Selva der Provinzen Corrientes und Misiones). Eine weniger gefährliche Malaria-Form herrscht vor.

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